Christa Jaeger


Die Fotografin Christa Jaeger ist in Basel geboren und hat anschliessend acht Jahre ihrer Kindheit in Japan verbracht. Es waren Jahre, welche prägende Eindrücke hinterlassen haben. Während ihrer langjährigen Berufstätigkeit als Lerntherapeutin in eigener Praxis hat sie den Wert entdeckt, Dinge unter die Lupe zu nehmen, genau hinzuschauen, um den verschiedenen Erscheinungsformen eines Sachverhaltes auf den Grund zu gehen.

 

Für das Erkennen verschiedener Realitäten war die Liebe zum Detail, das Betrachten, das Beobachten und das Wahrnehmen aus verschiedenen Blickwinkeln eine Voraussetzung. In der Fotografie erforscht nun Christa Jaeger mit grossem Interesse die Vielfalt der Präsentations- und Darstellungsformen kleinster Naturobjekte, um auf diese Weise, deren kostbare Einzigartigkeit wertschätzend darzustellen und fotografisch festzuhalten.

 

Bei den Naturaufnahmen mit bewusst ausgewähltem Fokus verschmilzt oft das figurative Element mit dem abstrakten und daraus ergeben sich Strukturbilder, welche für sich sprechen sollen. Die Fotografin spielt mit Licht, Schatten, Schnittpunkten und Formenvielfalt.

 

Dies erinnert an das Formen-, Farben- und Linienspiel der Felsen, Sandstrände und Pflanzen in der japanischen Kunst. Das Sehen und die subjektive Wahrnehmung des Gesehenen stehen bei den Fotografien von Christa Jaeger im Vordergrund und der gewählte Ausschnitt verändert jeweils die Information. Der Perspektivenwechsel lädt ein zum Innehalten, zum Hinschauen und vielleicht sogar zum Staunen.

 

Zusätzlich zur Ausstellung werden an einzelnen Abenden verschiedene Interaktionen zwischen Fotos und Betrachter von Drittpersonen als „Art Performance“ dargestellt. Mit Tanz, Musik oder Meditation werden die zweidimensionalen Fotos um eine zusätzliche Dimension erweitert.